Fehlstart für die Borussia

Mönchengladbach verliert deutlich in Dortmund

Spricht man in Berlin von den Spreeborussen muss man schon etwas genauer werden, ob man nun die von der Borussia aus Mönchengladbach oder die der Dortmunder Borussen meint. Während es die Borussen in schwarz-gelb seit 1993 gibt und diese sich im Moment ein wenig schwer tun, weil sie ihre Heimat Die kleine Kneipe im Sommer durch Schließung verloren haben, stehen die bereits 1986 gegründeten Gladbacher Spreeborussen bestens – wir nennen es mal – im Saft. Lucien Favre hat den fünffachen deutschen Meister wieder auf Vordermann gebracht und in der vergangenen Saison feierte man sowohl am Niederrhein als auch im Poruzzi in Berlin-Charlottenburg die beste Bundesliga-Platzierung seit 1987. Keine Frage also, dass man sich auch im Nordwesten von Berlin auf eine Saison freut, in der man erstmals in der Champions-League antreten darf.
Das Saisonspiel in der Liga führte die Mannschaft von Lucien Favre gleich nach Dortmund. Die schwarz-gelbe Borussia hat unter Jürgen Klopp in der vergangenen Saison lange gekriselt, erreichte dennoch das Pokalfinale, unterlag dort jedoch klar und deutlich dem VfL Wolfsburg. Nachdem Erfolgstrainer Jürgen Klopp schließlich seinen Hut genommen und sich in ein Sabbatjahr verabschiedet hat, übernahm ein Mann die Nachfolge, der Jürgen Klopp schon in Mainz beerbte und der seinerseits in der letzten Saison in einem Sabbatjahr Kraft schöpfte. Thomas Tuchel kehrte auf die Bühne Bundesliga zurück und hatte anscheinend den richtigen Impfstoff für seine Mannschaft gefunden. Von letztjähriger Verunsicherung war an diesem Samstagabend jedenfalls nichts mehr zu spüren und so zeigten sich die Dortmunder Borussen als das in allen Belangen überlegene Team.
Die Spreeborussen in grün-schwarz-weiß nahmen es realistisch: Man konnte eben nicht erwarten, dass man Dortmund auf lange Sicht abgehängt hatte. Im Westfalenstadion kann man auch als Champions-League-Teilnehmer durchaus mal verlieren (auch, wenn die Höhe schmerzt) und viel mehr als alles andere nervte an diesem Samstag sowieso, dass man aufgrund technischer Schwierigkeiten mit dem Bezahlsender Sky das Poruzzi verlassen musste und sich das erste Saisonspiel in einer benachbarten Kneipe ansehen musste. Wir als Filmteam konnten ein wenig beruhigen – schließlich kannten wir die Situation vom ersten Saisonspiel der Nürnberger.
Am Ende war am Fehlstart letztlich sowieso ganz allein der Umzug in die andere Kneipe schuld, schließlich ist das Verlassen der gewohnten Umgebung für einen echten Fußballfan noch nie ein gutes Omen gewesen.

Fanclub: Spreeborussen ’86
Verein: Borussia Mönchengladbach
Fanclubkneipe: Café Villa, Brahestraße 39, 10589 Berlin-Charlottenburg

Bundesliga 2015/2016, 1. Spieltag
Bor. Dortmund – Bor. Mönchengladbach 4:0 (3:0)

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